Was Mamas beachten sollten

Bei all den bürokratischen Themen den Überblick zu behalten, ist gar nicht so einfach. Alles, was wichtig ist und was du beachten solltest, findest du nachstehend.

Das Mutterschutzgesetz
Für dich als berufstätige werdende Mama gelten besondere Rechte vom Beginn deiner Schwangerschaft bis hin zur Stillzeit. Durch das Mutterschutzgesetz sollen Frauen in der Schwangerschaft und auch nach der Geburt geschützt und die Rechte gestärkt werden. Es spielt keine Rolle ob du Voll- oder Teilzeit arbeitest, geringfügig beschäftigt bist oder dich noch in der Ausbildung/im Studium befindest. Du hast beispielsweise einen Kündigungsschutz und Recht auf bezahlte Freistellung, um Untersuchungen oder Beratungstermine wahrzunehmen.

Bewerbung
Du bist momentan auf Jobsuche und weißt nicht, wie du es mit deiner Schwangerschaft vereinbaren kannst? Kein Problem! Denn du bist nicht verpflichtet, deinem potentiellen Arbeitgeber mitzuteilen, dass du schwanger bist. Auch wenn du wissentlich eine falsche Auskunft gibst, darf man dich später nicht entlassen.

Mutterschutzfrist
Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Geburt. Insgesamt sind es also mindestens 14 Wochen. Bei Frühgeburten oder Mehrlingsschwangerschaften verlängert sich die Zeit um weitere vier Wochen. Kommt dein Baby vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt, so verlängert sich die Zeit nach der Geburt um die Anzahl der Tage, die vor der Geburt nicht in Anspruch genommen wurden. Erblickt dein Kind also eine Woche vorher das Licht der Welt, so wird diese Woche an die acht Wochen nach der Geburt angehängt.

Kündigungsschutz
Hast du deinem Arbeitgeber mitgeteilt, dass du schwanger bist, darf dir nicht gekündigt werden. Dies gilt bis vier Monate nach der Geburt. Wenn du bei der Kündigung noch nichts von deiner Schwangerschaft weißt, darf dir ebenfalls nicht gekündigt werden. Du hast zwei Wochen Zeit, es deinem Arbeitgeber mitzuteilen und erhältst rückwirkend den Kündigungsschutz. Auch für die Elternzeit gilt der Kündigungsschutz.

Verbotene Arbeiten
Werdende Mamas dürfen keine schweren körperlichen Arbeiten verrichten, bei denen sie schädlichen Stoffen ausgesetzt werden. Ab dem 5. Monat dürfen auch keine Arbeiten mehr verrichtet werden, bei denen man mehr als vier Stunden täglich steht, dazu gehören auch Akkord- und Fließbandarbeiten.

Beschäftigungsverbot
Während der Mutterschutzfrist gilt für dich ein allgemeines Beschäftigungsverbot. Du kannst allerdings selber entscheiden, ob du in den sechs Wochen vor der Geburt arbeiten möchtest oder nicht. Die Entscheidung kannst du aber jederzeit widerrufen, falls du dich doch nicht mehr in der Lage fühlst, die Arbeit zu verrichten. Für die Zeit nach der Geburt ist arbeiten jedoch wirklich tabu.


Weiterführende Informationen erhältst Du auf den folgenden Seiten

www.familien-wegweiser.de

www.familienplanung.de


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