Bereit für den großen Tag

Bereit für den großen Tag? – Bürokratie vor und nach der Geburt
Wer will sich bei der ganzen Aufregung und Vorfreude auf die Geburt schon um Formalitäten und Anmeldungen kümmern? Auch wenn der Papierkram, besonders in dieser Zeit, eher lästig ist, kommen Eltern nicht drum herum. Jedoch lassen sich die ganzen Formulare schnell abarbeiten, wenn man früh genug damit beginnt. Schon im Vorfeld könnt ihr Einiges erledigen.

Also seid fleißig und füllt schon vor der Geburt so viele Anträge und Formulare aus wie ihr könnt, sodass ihr sie nach der Geburt nur einreichen müsst. Dann habt ihr mehr Zeit für euer Baby, nachdem es das Licht der Welt erblickt hat.

Anmeldung für die Geburt
Für alle werdenden Mamas ist es empfehlenswert, sich frühzeitig für die Geburt anzumelden. Unabhängig davon, ob du dein Kind in einer Klinik, einem Geburtshaus oder innerhalb der eigenen vier Wände zur Welt bringen möchtest, solltest du dich rechtzeitig darum kümmern. Die Anmeldung sollte im Krankenhaus ab der 20. SSW und spätestens bis zur 33. SSW erfolgen. Wenn du im Geburtshaus gebären möchtest, solltest du drei Monate vorher Kontakt aufnehmen. Für eine Geburt zu Hause in der Regel noch früher, da du zunächst eine Hebamme finden musst. In unserer Hebammensprechstunde kannst du dich zur Geburt bei uns anmelden.

Vaterschaftsanerkennung für Unverheiratete
Die Vaterschaftsanerkennung lässt sich schon während der Schwangerschaft in die Wege geleiten. Diese ist lediglich für nicht verheiratete Paare nötig. Dabei wird das Verwandtschaftsverhältnis von Papa und Kind offiziell festgestellt. Somit können eventuell Sorgerechtsfragen oder Erbschaftsansprüche geklärt werden. Die Vaterschaftsanerkennung kann beim Standesamt, Jugendamt, Amtsgericht oder beim Notar beantragt werden. Neben einer Geburtsurkunde des Vaters wird außerdem die Zustimmung der Mutter benötigt.

Sorgerechtserklärung
Vermutlich steht für euch die gemeinsame Erziehung eures Kindes außer Frage. Trotzdem müsst ihr ein gemeinsames Sorgerecht beantragen, wenn ihr nicht verheiratet seid. Wird der Antrag nicht gestellt, so hat die Mama das alleinige Sorgerecht. Die Sorgerechtserklärung ist beim Jugendamt oder beim Notar einzureichen. 

Anmeldung beim Standesamt
Innerhalb der ersten Woche nach der Geburt solltet ihr euer neues Familienmitglied beim Standesamt anmelden. Dort erhaltet ihr dann eine beglaubigte Geburtsurkunde. Dafür braucht ihr eine ärztliche Bescheinigung und den Personalausweis der Mutter, eventuell auch den des Vaters.

Von ledigen Eltern wird die Geburtsurkunde der Mutter und gegebenenfalls die des Vaters benötigt. Außerdem sind eventuell Nachweise der Sorgerechtserklärung und der Vaterschaftsanerkennung abzugeben.

Wenn ihr verheiratet seid, müsst ihr ebenfalls eine Heiratsurkunde oder eine beglaubigte Kopie vorweisen. 

Anmeldung Einwohnermeldeamt
Das Einwohnermeldeamt wird nicht immer automatisch durch das Standesamt von der Ankunft des Nachwuchses unterrichtet. Daher solltet ihr der Behörde einen Besuch abstatten, die Geburtsurkunde einreichen und euer Kind dabei in die Steuerkarte eintragen lassen. Denn dadurch steigert sich das Nettogehalt bei Arbeitnehmern. Lasst euch vor Ort doch gleich einen Kinderausweis für spätere Reisen ausstellen, wenn ihr schon einmal dabei seid. Dafür benötigt ihr lediglich ein biometrisches Passfoto eures Sprösslings. 

Elterngeld
Da Elterngeld rückwirkend nur drei Monate bezahlt wird, solltet ihr gleich nach der Geburt den Antrag bei der zuständigen Elterngeldstelle stellen.  

Für Kindergeld gilt das Gleiche – kümmert euch so früh wie möglich. Dieses wird rückwirkend sechs Monate gezahlt. Die Beantragung erfolgt bei der Familienkasse oder dem Arbeitsamt. Das Formular ist online verfügbar.

Familienname
Ihr habt das gemeinsame Sorgerecht, seid aber nicht verheiratet? Dann müsst ihr euch für einen Nachnamen entscheiden, den euer Baby zukünftig tragen wird. Spätestens nach einem Monat muss der Familienname beim Standesamt eingetragen werden.

Anmeldung Krankenversicherung
Bei einer Familienversicherung ist euer Baby automatisch und kostenlos mitversichert. Anders ist es jedoch, wenn ein Elternteil privatversichert ist und ein höheres Einkommen hat als das andere. In diesem Fall ist die private Versicherung verpflichtet, das Kind aufzunehmen – ohne Risikoprüfung aber gegen einen eigenen Betrag. Die private Versicherung muss innerhalb von 2 Monaten beantragt werden und erfolgt dann rückwirkend.

 

 


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