Das Kind liegt falsch herum? - Was das bedeutet

Oberärztin Gabriele Voorwold
Oberärztin Gabriele Voorwold

In den ersten Wochen und Monaten deiner Schwangerschaft hat dein Baby noch viel Platz. Es dreht sich häufig und liegt in unterschiedlichen Positionen in deinem Bauch. Das ist auch gut und richtig so. Erst im letzten Drittel der Schwangerschaft wird dein Frauenarzt die Lage deines Babys noch genauer beobachten.

Was passiert in den letzten zwei bis vier Wochen vor der Geburt?
Im letzten Monat der Schwangerschaft werden in deinem Becken Bänder und Gelenke weicher, um deinen Körper auf die Geburt vorzubereiten. Das Baby schiebt sich tiefer in dein Becken hinein, um die Geburtsposition einzunehmen.

Experten erklären dir, welche Lage dein Kind einnehmen kann. Oberärztin Gabriele Voorwold:

Schädellage:
Rund 95 Prozent der Kinder kommen mit dem Kopf voran zur Welt. Der Kopf liegt tief im Becken der Mutter mit dem Rücken nach rechts oder links gedreht. Eine besondere Lage ist dabei die sogenannte Sternenguckerlage, in der der Rücken des Kindes zur Wirbelsäule der Mutter gedreht ist.

Steiß- oder Beckenendlage:
Fünf Prozent der Kinder liegen mit dem Kopf unter den Rippenbögen der Mutter und mit dem Gesäß in Richtung Becken. Trotzdem ist eine normale Geburt grundsätzlich möglich. Wende dich aber schon im Vorfeld an Ihre Geburtsklinik.

Querlage:
In seltenen Fällen liegt das Kind quer zur Wirbelsäule der Mutter. Hier muss meist per Kaiserschnitt entbunden werden.

Liegt Ihr Kind in Schädellage, ist es für die Geburt in einer optimalen Position und es ist am wenigsten mit Schwierigkeiten während der Geburt zu rechnen. Aber auch alle anderen Lagepositionen sind von erfahrenen Geburtshelfern gut zu bewältigen.

Tipp:
Hebammen können Ihnen gute Tipps geben, wie sich das Kind in Ihrem Bauch eventuell noch drehen kann. Melden Sie  sich doch einfach mal bei ihnen! Hebammensprechstunde.


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