Drohende Frühgeburt

Chefarzt Dr. Gernot Meyer
Chefarzt Dr. Gernot Meyer

Du und dein Kind werdet in den vielen Wochen der Schwangerschaft schon eine enge Bindung aneinander erfahren. So spürst du meist ab der 20. Woche seine Bewegungen in deinem Bauch und wie munter es bereits jetzt oft ist.

Daher kannst du schon recht gut einschätzen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Hast du zum Beispiel Wehen, Blutungen oder auch plötzlich Rückenschmerzen, solltest du schnellstmöglich deinen Frauenarzt oder ein Krankenhaus aufsuchen. Denn kommt ein Kind vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt, ist es noch nicht ganz ausgereift und ein sogenanntes Frühgeborenes. Ab der 34. Woche geht man davon aus, dass sich alle Organe eines Ungeborenen gut entwickeln konnten und es zu keinen Schwierigkeiten kommt, falls es doch geboren wird.

Aber jetzt nicht in Panik verfallen! Es gibt viele Möglichkeiten, dein Baby noch im Mutterleib zu halten, damit es Zeit hat, sich voll zu entwickeln.

Chefarzt Dr. Gernot Meyer rät hierzu:

„Wir Ärzte haben viele Möglichkeiten, zum Beispiel mit Medikamenten die Wehen aufzuhalten.

Sollte sich der Gebärmutterhals verkürzt haben, können wir diesen im Bedarfsfall mit einer kleinen Schale stützen (Cerclagepessar). Sollte sich die Geburt nicht aufhalten lassen, können wir auch Medikamente geben, die die Lungenreife Ihres Babys beschleunigen und Komplikationen vorbeugen. In diesen Fällen arbeiten wir eng mit unseren Kinderärzten zusammen, die im Bedarfsfall mit Ihnen ein Gespräch -auch vor der Geburt- führen.

Wichtig ist vor allem, dass Sie gut über sich selbst und den Schwangerschaftsverlauf Bescheid wissen. Dann können Sie Ihrem Arzt eventuelle Unregelmäßigkeiten gut beschreiben.“


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