Der geplante Kaiserschnitt

Oberärztin Gabriele Voorwold
Oberärztin Gabriele Voorwold

Du hast dir vielleicht schon Gedanken über die Geburt deines Babys gemacht und dich über viele Geburtsmöglichkeiten informiert. Nun teilt dir dein Frauenarzt mit, dass du nicht spontan entbinden kannst und du dich daher auf einen geplanten Kaiserschnitt einstellen musst. Das kann viele Gründe haben: Dein Baby liegt in einer ungünstigen Geburtslage, du bekommst mehr als ein Baby oder du hattest bereits einmal einen Kaiserschnitt. Für alle Fälle gilt aber: Dein Baby soll möglichst lange in deinem Bauch bleiben, damit es bei der Geburt reif ist und keine Anpassungsschwierigkeiten hat. Normalerweise wird ein geplanter Kaiserschnitt etwa eine Woche vor dem errechneten Geburtstermin durchgeführt. Du kannst also alles in Ruhe vorbereiten und dich an den Gedanken gewöhnen.

Oberärztin Gabriele Voorwold erklärt:

Für einen geplanten Kaiserschnitt kommen Sie einige Tage vor der Operation für wenige Stunden ins Krankenhaus. Hier nehmen wir Ihnen Blut ab und kontrollieren die Herztöne und die Wehen. Sie lernen eine Hebamme und Ihren Arzt kennen. Der Gynäkologe wird Sie zusammen mit dem Anästhesisten über die Operation und die Art der Betäubung aufklären. Danach gehen Sie noch einmal nach Hause und kommen am Morgen der Operation wieder. Sie dürfen acht Stunden vor der Operation nichts mehr essen und sechs Stunden vorher nichts mehr trinken. Auch rauchen sollten Sie nicht mehr.

Die meisten Kaiserschnittgeburten führen wir mit einer regionalen Betäubung, einer Peridural- oder Spinalanästhesie, durch. Dabei bleiben Sie wach und können gleich nach der Geburt Ihr Baby sehen und in den Arm nehmen.


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