natürlich, praktisch, hygienisch

  • Stillen im Liegen, seitlich

  • Australia-Haltung: Stillen in Rückenlage

  • Umdrehen mit Baby nach Kaiserschnitt

  • Rückengriff im Sitzen vorbeugen zum Anlegen

  • Wiegengriff im Sitzen

  • Zurücklehnen zum entspannten Stillen

  • Rückengriff halbaufgerichtet im Bett

  • Wiegengriff halbaufgerichtet im Bett

Alles drin
Für Neugeborene ist Muttermilch das optimale Nahrungsmittel – sie ist immer richtig temperiert und leicht verdaulich. Außerdem enthält Muttermilch wichtige Nährstoffe, Antikörper und Immunstoffe. Unter anderem beugt sie sogar Allergien vor. Das Stillen bringt nicht nur gesundheitliche Vorteile mit sich, sondern fördert auch die Bindung zwischen Mutter und Kind. Durch den intensiven Hautkontakt während des Stillens wird dem Neugeborenen Sicherheit vermittelt. Es fühlt sich geborgen und entwickelt in dieser Zeit bereits eine enge Beziehung zur Mutter. Auch Mamas Körper profitiert, denn Stillen beschleunigt die Rückbildung der Gebärmutter.

Wie oft sollte ich mein Kind stillen?
Eine alte Faustregel besagt, dass Mütter ihre Neugeborenen nicht öfter als 4 Mal täglich stillen sollten. Diese Annahme ist heute jedoch überholt – Zu Beginn kannst du deinem Kind so oft die Brust geben, wie es Hunger hat. Dabei variieren die Zeitabstände ganz individuell, anfangs sind mehr als 10 Mahlzeiten am Tag völlig normal. Häufiges Stillen regt in den ersten Wochen die Milchproduktion an. Richte dich nach den Bedürfnissen deines Babys, ein Rhythmus wird sich mit der Zeit einpendeln.

Wie stille ich richtig?
Um dein Baby gut zu stillen, solltest du ein paar grundlegende Handgriffe befolgen. Du hältst deinen Liebling mit dem ganzen Körper zu dir hingeneigt im Arm. Das kleine Bäuchlein berührt deinen eigenen Bauch während Ohr, Schulter und Hüfte deines Babys eine Linie bilden. Achte besonders darauf, dass das Köpfchen gerade aufliegt und dein Kind genügend Luft bekommt. Als Unterstützung eignet sich ein Stillkissen.

Anfangs kann es hilfreich sein, zwischen verschiedenen Stillpositionen zu variieren. Somit beugst du Beschwerden wie wunden Brustwarzen vor. Die womöglich gängigste Stillposition ist die Wiegehaltung. Du kannst jedoch auch Positionen wie den Rückengriff oder Stillen im Liegen ausprobieren.

Stillen klappt nicht – Was nun?
Auch beim Stillen ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Anfangs kann es immer wieder zu Unsicherheiten kommen, das ist ganz normal. Die Gründe dafür können sehr verschieden sein.

  • Zu viel Milch: Zu Beginn der Stillzeit kann es zu starkem Milcheinschuss kommen. Die Brüste werden ganz prall, sodass das Neugeborene die Brustwarzen nicht mehr vollständig mit dem Mund umschließen kann. Eine mögliche Lösung ist das Ausstreichen der Brust. Streiche mit der flachen Hand mehrmals über deine Brust, von der Achsel bis zur Brustwarze. Bevor du diese Technik anwendest, solltest du dich jedoch von einer Fachkraft diesbezüglich beraten lassen.
  • Anatomische Probleme: Manche Frauen haben beispielsweise Flachwarzen oder Hohlwarzen, welche sich während des Stillens nicht aufrichten. Dadurch kann das Baby keine Milch heraussaugen. In diesem Fall können Stillhütchen hilfreich sein, um dem Neugeborenen trotzdem Mahlzeiten an der Brust zu ermöglichen. Frauen mit sehr großen Brustwarzen müssen eventuell den Gebrauch einer Milchpumpe in Erwägung ziehen. Bei Unsicherheiten sollte Rücksprache mit der Hebamme oder Stillberaterin gehalten werden.
  • Falsche Anlegetechnik: Ein häufiger Grund für Komplikationen beim Stillen ist die falsche Anwendung von Stilltechniken. Somit kann das Baby die Brust nicht optimal leertrinken.
  • Saugverwirrung: Aus dem Wechsel zwischen Flasche und Brust kann bei manchen Neugeborenen eine Verwirrung resultieren. Anschließend lässt sich das Kind nicht mehr stillen und will nur noch Mahlzeiten aus der Flasche. Nun ist viel Geduld gefordert, um das Baby wieder an die Brust zu gewöhnen.

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