Das erste gemeinsame Jahr

Jetzt geht es los. Das erste aufregende Lebensjahr steht euch bevor. Und in einem Jahr passiert ganz schön viel. Ihr werdet nicht nur Veränderung bei euch und in eurem alltäglichen Leben feststellen, sondern auch unheimlich viele tolle Entwicklungen an eurem Kind erkennen. Gerade das erste Lebensjahr ist von wichtiger und prägender Bedeutung für euer Kind.

Der erste Monat

So hilflos das Baby in den ersten Wochen auch erscheinen mag, alle Sinne sind aktiv und lernbereit. Grade der Tastsinn ist in dieser Zeit sehr empfangsbereit. Ganz wichtig daher in der ersten Zeit: die Nähe der Eltern. Das Urvertrauen, welches von grundlegender Bedeutung für das spätere Leben deines Kindes ist, wird in dieser Zeit gebildet. Daher sollte das Baby deine ganze Power an zuverlässiger und liebevoller Zuwendung bekommen.

Du erkennst ein Lächeln? Das nennt man „Engelslächeln“ und entsteht als ein Reflex, wenn man den Mund seitlich berührt. Bewusst lächelt das Baby erst im zweiten Monat.

Gerade in den ersten vier Wochen wirst du relativ kurze Nächte haben. Vor allem du als Mama, denn du hast die Nahrung ja stets bei dir. Das bedeutet aber nicht, liebe Papas, dass ihr nicht auch mit aufstehen könnt. Ja, ihr könnt das Kind nicht stillen, aber eure Partnerin unterstützen und dem Kind die Möglichkeit geben, euch kennen zu lernen. Alle 2-3 Stunden braucht dein Kind Nahrung. Der Magen ist noch ziemlich klein, daher ist es noch nicht fähig, so viel Milch aufzunehmen, dass es länger satt bleiben kann. Dadurch sind natürlich nicht nur deine, sondern auch die Schlafphasen des Babys relativ kurz. Trotzdem schafft es dein Kind bis zu 20 Stunden am Tag verteilt zu schlafen.

Das Baby hat circa in der zweiten Lebenswoche gelernt, wie Mama und Papa riechen und kann euch auch daran erkennen. Deswegen ist es ratsam, auf stark duftende Parfüms zu verzichten, um das Kind nicht zu irritieren.

Der zweite Monat

Endlich ist es da! Babys erstes richtiges Lächeln. Dein Kind schenkt dir und anderen Menschen, die ihm sympathisch sind, ein Lächeln. Balsam für müde Eltern. Und außerdem sind es die ersten bewussten Kommunikationsversuche deines Kindes. Wahrscheinlich bekommt auch das Lieblingskuscheltier ein herzerwärmendes Lächeln zu sehen.

Sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen- all die Sinne werden von deinem Baby ab jetzt Tag für Tag neugierig wahrgenommen und trainiert. Dein Baby kann jetzt immer besser sehen und erste Formen und Farben wahrnehmen. Ihm vertraute Personen oder Gegenstände verfolgt es jetzt sogar schon mit den Augen. Rot ist übrigens die Farbe, die dein Kind als erstes erkennen kann.

Und auch bei den Bewegungen des Kindes sind tolle Fortschritte zu sehen. Liegt dein Kind auf dem Bauch kann es sein, dass es schon für kurze Zeit den Kopf heben kann. Auch das Rudern mit Armen und Beinen kann man jetzt als aktive Bewegung beobachten.

Dein Baby greift nach ersten Gegenständen und nimmt sie in die Hand. Nur das mit dem Loslassen will noch nicht so recht klappen. Denn der Greifreflex erschwert das Öffnen der Hände.

Die Wachphasen werden jetzt immer länger. Und das bedeutet im Gegenzug, dass du in der Nacht ein wenig mehr Schlaf bekommst. Durchschlafen ist zu dem derzeitigen Zeitpunkt allerdings noch nicht angesagt. Das kann sich auch bis ins Kleinkindalter ziehen, ist aber völlig normal.

Der dritte Monat

So langsam pendelt sich alles ein. Dein Baby kontrolliert seinen Körper von Tag zu Tag immer besser. Es kann hin und wieder schon den Kopf in Rücken- und Bauchlage für eine kurze Zeit heben. Außerdem wird dein Liebling beweglicher, er dreht seinen kleinen Körper im Liegen schon herum.

Inzwischen sieht dein Baby schon schärfer und interessiert sich somit automatisch mehr für seine Umwelt. Auch das Gehör verbessert sich, so dass der kleine Knirps schon zwischen vertrauten und fremden Stimmen unterscheiden kann. In dieser Phase kann Musik beruhigend wirken und das Gehör weiter schulen.

Die Laute, die dein Baby hervorbringt, werden vielseitiger. Indem du bei jeder Gelegenheit mit ihm sprichst, oder hin und wieder etwas vorsingst, hilfst du deinem Baby bei seiner Sprachentwicklung.

Eltern, die sich in der ersten Zeit die Nächte um die Ohren geschlagen haben, hören gerne, dass Babys in der Regel im 3. Monat allmählich feste Schlafgewohnheiten entwickeln und teilweise bereits ein Tag-Nacht-Rhythmus zu erkennen ist. Allerdings dauert es noch eine Weile, bis dein Baby regelmäßig die Nächte durchschläft. Durchhalten, liebe Eltern!

Der vierte Monat

Dein Kind kann sich inzwischen schon für einige Zeit mit sich selbst beschäftigen und macht dies auch mit großer Freude. Das Lieblingskuscheltier kann zum Lieblingszeitvertreib werden. In dieser Zeit solltest du es auch in aller Ruhe spielen lassen. Wenn es jetzt schon lernt, sich auf sich und ein Spielzeug zu konzentrieren, fällt es ihm im Kleinkindalter leichter, mal alleine zu spielen.

Nach so einer Spielsession kann es schon mal sein, dass das Kind müde oder hungrig wird. Oder sogar etwas muffig, weil irgendetwas nicht ganz so funktioniert, wie es sich das vorstellt. All' das ist völlig normal!

Eine super Nachricht für müde Eltern: Es kann jetzt öfter mal passieren, dass das Kind bis zu 7 Stunden am Stück in der Nacht schläft!

Dir ist vielleicht schon aufgefallen, dass die Supermärkte schon Beikost für dein Kind anbieten. Der Verdauungstrakt deines Kindes ist theoretisch schon so gut entwickelt, dass es die Beikost vertragen könnte, allerdings wird empfohlen, erst ab dem 6. Monat Beikost einzuführen. Mehr zum Thema Beikost und Babybrei findest du hier. Die Muttermilch beinhaltet alle wichtigen Nährstoffe die dein Kind jetzt benötigt.

Der fünfte Monat

Alles geht so schnell!! Dein Kind ist jetzt schon in der Lage für kurze Zeit zu sitzen. Allerdings solltest du immer darauf achten, dein Kind dabei zu stützen. Babys in dem Alter können ihre Nacken- und Rückenmuskulatur noch nicht so gut kontrollieren. Daher kann es passieren, dass sie seitlich wegkippen. Und keine Sorge, wenn dein Kind noch nicht so gut allein sitzen kann. Jedes Kind entwickelt sich anders. Und manche Fähigkeiten können sich auch von Woche zu Woche unterscheiden. Die einen krabbeln erst ums Leben, bevor sie sitzen, den anderen gefällt das Krabbeln eben nicht so.

Dein Kind versteht auch langsam, dass jede Aktion eine Wirkung mit sich bringt. Wird der Ball angestupst, rollt er auch weg. Dieses Handlungsmuster wird das Kind jetzt bei vielen anderen Gegenständen ausprobieren.

Auch der Hörsinn ist inzwischen ziemlich weit entwickelt. Wird ein Geräusch wahrgenommen, dreht sich dein Kind ganz fix in die entsprechende Richtung.

Gagaga, dadadada- wie bitte? Scheint so, als hätte dein Kind schon einiges zu erzählen. Die Lieblings-Brabbelgeräusche werden jetzt immer öfter wiederholt und fleißig geübt.

Der sechste Monat

In dieser Zeit sind Trockenschwimmübungen immer häufiger an der Tagesordnung. Und das ist gut so! Denn dein Baby trainiert damit fleißig seine Muskulatur – eine perfekte Vorbereitung für das Robben. Der kleine Wonneproppen rollt sich hin und her und startet eventuell schon erste Versuche, sich aufzusetzen. Die Nackenmuskulatur entwickelt sich nun immer weiter, so dass dein Baby schon sein Köpfchen halten kann. Außerdem kann es bereits den Kopf drehen. Dadurch wird die Kommunikation mit euch Eltern und der Umgebung einfacher. Kleine „Guck-guck“- und Fingerspiele sind ab sofort sehr beliebt. Die Sprachentwicklung kannst du mit regelmäßigem Vorlesen fördern.

So langsam ist es möglich, das Baby mit dem Löffel zu füttern, der Saugreflex bildet sich allmählich zurück. Schmecken und Riechen haben jetzt eine ganz andere Bedeutung. Mache dein Baby mit verschiedenen Gerüchen vertraut, somit treibst du die Entwicklung der Sinne voran. Im 6. Monat prägt sich ebenfalls der Tastsinn weiter aus. Viele Säuglinge spielen nun vor allem mit den eigenen Füßchen.

In der Regel braucht dein Baby inzwischen täglich ungefähr 14 Stunden Schlaf. Davon 2 Schlafperioden tagsüber, diese dauern jeweils bis zu 2 Stunden. Nachts schläft dein Baby schon 7 Stunden am Stück, hin und wieder sogar länger.

Der siebte Monat

Dein Baby wird agiler, es dreht sich schon von der Seite auf den Bauch. Eventuell musst du noch etwas nachhelfen, bald kann es das aber ganz alleine. Im siebten Monat wird dein Liebling ein wahrer Entdecker. Er/Sie erkundet die Umgebung ganz neugierig und greift nach allen möglichen Gegenständen. Erste Versuche, sich fortzubewegen und zu stehen, werden nun in Angriff genommen. Die motorische Entwicklung schreitet immer weiter voran.

Hören und sehen kann dein Baby jetzt fast so gut wie ein erwachsener Mensch, die neurologischen Strukturen sind im siebten Monat schon vollkommen ausgereift. Dadurch ist das Baby in der Lage, optische und akustische Elemente miteinander zu verbinden. Es kann also verschiedene Geräusche bestimmten Gegenständen zuordnen.

Auch der Tastsinn entwickelt sich weiter. Warm oder kalt, hart oder weich – dein Baby kann mittlerweile zwischen gegensätzlichen Impulsen unterscheiden. Ab jetzt wird alles betastet, ob mit den Händen oder dem Mund. Das liegt mitunter daran, dass dein Baby zahnt. Beim Greifen werden sogar schon beide Hände gleichzeitig verwendet.

Die Entwicklung der Sinne führt dazu, dass Babys teilweise bereits die Stimmung der Eltern ablesen können. Außerdem macht es schon erste Anstalten, Geräusche nachzuahmen und einfache Silben nachzusprechen – Der Klassiker: „ma-ma“, „pa-pa“.

Im siebten Monat kann es vorkommen, dass dein Baby etwas unruhiger schläft. Da es nun seine Umgebung schon bewusst wahrnimmt und ein Verhältnis zu euch Eltern aufgebaut hat, verarbeitet dein Baby die Erlebnisse hin und wieder nachts.

Der achte Monat

Immer aktiver, immer selbständiger, immer aufmerksamer. Dein Baby macht schnell Fortschritte. Inzwischen kann es schon eine Weile ohne deine Hilfe sitzen. Es robbt vor sich hin und nimmt hin und wieder die Krabbelposition ein. Nicht mehr lang, dann krabbelt dein kleiner Liebling los.

Auch die doppelseitige Koordination, also das Festhalten mit beiden Händen, entwickelt sich weiter. Dein Baby findet zudem Gefallen daran, Dinge fallen zu sehen. Daher lässt es manchmal sogar mit Absicht los. Halte weniger robuste Gegenstände möglichst fern von deinem Kind. Manche Babys nutzen zum Greifen schon Daumen, Mittel- und Zeigefinger – der sogenannte Zangengriff.

Mittlerweile sieht dein Baby in drei Dimensionen, nimmt alle Farbtöne wahr und kann Entfernungen abschätzen. Das ist sehr praktisch, wenn dein Liebling demnächst noch flotter unterwegs ist.  Daran, dass der Säugling seinen Kopf in jegliche Richtungen dreht, merkst du, dass sein Gehör nun perfekt ausgeprägt ist.

Mitunter kann nach rund 32 Wochen die „8-Monats-Angst“ auftreten. Das Baby zeigt sich dann ängstlich und misstrauisch gegenüber neuen Menschen und seiner gewohnten Umgebung. Auch Trennungsängste können auftreten, sobald Mama und Papa nicht in Sicht sind. Zwar zeigt sich dadurch, dass dein Baby sich weiterentwickelt hat, allerdings kann diese Zeit auch etwas anstrengend sein. Es fällt Müttern nun schwer, das Baby für eine kurze Zeit alleine zu lassen. Trotzdem solltest du eine gewisse Konsequenz an den Tag legen und deinem Liebling beibringen, dass eine kurze Trennung nicht für immer ist. Anschließend kannst du ihn/sie ausgiebig trösten und in den Arm nehmen. Schließlich braucht dein Baby das Gefühl von Geborgenheit, das ist unter anderem förderlich für die weitere Entwicklung.

Im achten Monat kann dein Baby schon seine Lautstärke kontrollieren, ein weiterer Fortschritt in der Sprachentwicklung.

Auch die Neugierde des Säuglings steigt. Dein Baby versucht immer öfter, seinen Willen durchzusetzen. Dafür zeigt es beispielsweise mit dem Finger auf Gegenstände und verlangt nach ihnen. Es wird immer selbständiger, beschäftigt sich teilweise schon alleine mit Spielzeug und hört gespannt bei Unterhaltungen zu.

Weiterhin braucht dein Baby täglich ungefähr 14 Stunden Schlaf, davon 11 in der Nacht. Der Rest teilt sich in der Regel auf zwei Nickerchen tagsüber auf. Bis zum Ende des ersten Lebensjahres wird sich diese Gewohnheit vorerst nicht großartig verändern.

Der neunte Monat

Es geht immer weiter voran. Dein Baby robbt nun wahrscheinlich schon ziemlich gut. Meistens zwar noch rückwärts, aber auch das wird sich bald ändern. Einige Babys krabbeln zu dieser Zeit bereits auch schon. Daher ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis dein Liebling zu seinen ersten Schritten ansetzt.

Dazu kommt, dass dein Baby inzwischen schon alleine sitzen kann, ohne gestützt zu werden. In der Sitzposition kann es bereits nach Gegenständen greifen. Da es den Pinzetten- und Zangengriff nun schon ausgezeichnet beherrscht, solltest du dein Kind nicht unbeaufsichtigt lassen. Kleine Gegenstände kann es problemlos greifen – Verschluckungsgefahr! Dein Baby interessiert sich jetzt für alles, was rollt. Unabhängig davon, ob es Gegenstände selber ins Rollen bringt oder nicht. Auch Dinge aus Verpackungen zu holen, macht deinem Liebling viel Spaß. Die kindliche Neugier entwickelt sich immer weiter.

Insgesamt sind die Bewegungen des Säuglings jetzt immer sicherer, harmonischer und koordinierter. Im neunten Monat wird unter anderem der Gleichgewichtssinn perfektioniert.

Der neue Trend heißt nun „Dinge wegwerfen“. Geduld ist gefragt! Auch wenn es dich manchmal in den Wahnsinn treibt, dass dein Baby alles wegwirft, was ihm in die Finger gerät. Du solltest nicht vergessen: Diese Phase ist ein Teil der Babyentwicklung.

Erfreulich wiederum sind die Fortschritte bezüglich der Kommunikation deines Babys. Es äußert Silben jetzt ganz bewusst. Dabei orientiert es sich häufig an der Sprache der Eltern. Indem du bestimmte Laute mit ihm wiederholst, kannst du die Sprachentwicklung fördern.

Der zehnte Monat

Im 10. Monat nimmt dein Baby schon diverse Positionen ein, es kann schon selbständig für längere Zeit sitzen. Auch das Krabbeln wird allmählich ausgefeilt. Manche Babys versuchen sogar schon, sich hinzustellen. Dies gelingt allerdings bisher nur mit Hilfe von Gegenständen, die als Stütze dienen – trotzdem eine echte Leistung. Nimm dein Kind an die Hand, vielleicht schafft es so schon, ein paar erste Schritte zu machen.

Das Greifen ist nun überhaupt kein Problem mehr für dein Baby, die motorischen Fähigkeiten sind größtenteils ausgereift. So kann es mittlerweile auch Nahrung direkt vom Teller essen oder ganz alleine das Fläschchen halten. 

Da ein Großteil der Sinne bereits ausgereift ist, geht es nur noch um die Feinarbeit. Es gilt, das Erlernte zu verbessern und die Fähigkeiten zu koordinieren. Mit der Zeit fällt das immer leichter, dein Baby kann beispielsweise schon parallel mit beiden Händen Tätigkeiten ausüben.

Vielleicht erlebst du im 10. Monat, dass deinem Baby sein erstes bewusst ausgesprochenes Wort über die Lippen geht. Schließlich versteht es nun schon die Bedeutung vieler Wörter und kann sich einige Zusammenhänge erschließen. So zeigt dein Baby schon auf bestimmte Gegenstände, wenn du sie benennst. Auch die Kommunikation durch Gesten, zum Beispiel Winken, kommt jetzt immer häufiger vor.

Der elfte Monat

Die Krabbelzeit beginnt! Der kleine Knirps entdeckt nun die Welt auf eigene Faust und krabbelt was das Zeug hält. Wenn dein Baby müde wird, kann es sich problemlos alleine hinsetzen. Diese Fähigkeit ist vollständig entwickelt. Nicht nur das Krabbeln steht ab sofort an der Tagesordnung, auch die Fortbewegung in aufrechter Position wird stetig verbessert. Dein Baby hangelt sich jetzt gerne an jeglichen Möbeln entlang, kann sich bücken und hinhocken.

Inzwischen ist die Sprachentwicklung deines Kindes schon weit fortgeschritten. Es versteht bereits deine Stimmungen und kann Anweisungen befolgen. In dieser Zeit ist es unter anderem wichtig, Grenzen zu setzen. Allerdings nur, wenn diese notwendig sind. Denn wenn du dein Kind zu oft mit einem „Nein“ ausbremst, verliert das Wort seine Bedeutung und verliert immer mehr an Aussagekraft. Deshalb solltest du es nur in wirklich ernsten Situationen verwenden, beispielsweise bei Gefahr. Ansonsten braucht dein Baby natürlich viel Zuneigung, Liebe und Geduld.

Außerdem kann dein Baby sich jetzt immer besser alleine beschäftigen. Auch sein Erinnerungsvermögen steigert sich immer weiter, so dass es schon Formen und Farben verschiedener Gegenstände erkennen und zuordnen kann.

Sprachlich kommen ebenfalls weitere Fortschritte hinzu. Wenn das eigene Baby anfängt, bewusst „Mama“ und „Papa“ zu sagen, geht Eltern das Herz auf. Dein Baby erweitert seinen Wortschatz von Tag zu Tag. Nicht mehr lange, bis es die Wörter selbst aussprechen kann. Höre ihm aufmerksam zu, dadurch versucht dein Liebling sein Bestes und ist besonders motiviert. Somit wird die Sprachentwicklung angeregt.

Der zwölfte Monat

Und schon bald ist das erste Jahr rum – die Zeit rennt! Dein Baby entwickelt sich zur wahren Sportskanone, es ist jetzt fast immer in Bewegung. Da die Feinmotorik in der Regel ausgereift ist, werden nun die großen Muskeln gestärkt. Häufig äußert sich das, indem dein Baby größere Dinge umwirft, verschiebt oder wegdrückt.

Zur Fortbewegung nutzt der kleine Knirps gerne den „Kniegang“ oder den „Reling-Gang“, bei dem es sich an Möbeln oder anderen Gegenständen während des Gehens abstützt. Dazu gehören mittlerweile auch Dinge, die sich schieben oder rollen lassen. Dieser Gang wird nun perfektioniert, bis dein Baby irgendwann keine Bewegungshilfe mehr braucht.

Das eigenständige Essen klappt schon immer besser. Im Greifen ist dein Baby jetzt schon Profi, daher möchte es jetzt hin und wieder lieber selbst den Löffel halten. Auch wenn es noch nicht ganz ohne zu kleckern klappt, sind inzwischen gemeinsame Mahlzeiten mit der Familie möglich.

Täglich entwickelt dein Baby neue Laute, die in Kombination schon einer eigenen Sprache ähneln. Bis es die Wörter wirklich aussprechen kann, wird es diese beibehalten und parallel den eigenen Wortschatz erweitern. Daher ist es wichtig, dass du weiterhin mit deinem Liebling sprichst, so oft wie möglich! Denn dein Baby versteht nun sehr gut, was du sagst. Indem ihr gemeinsam ein Bilderbuch blättert und dein Baby auf die von dir genannten Bilder mit dem Finger zeigt, kannst du dich von seinem Können selbst überzeugen. Und wenn du etwas von deinem Baby möchtest, achte darauf höflich mit ihm zu sprechen. So legst du bereits die Grundlagen für eine soziale Erziehung.

Zwischen 12-14 Stunden Schlaf täglich sind weiterhin normal. Es kann mit der Zeit vorkommen, dass dein Kind das Interesse an Mittagsschläfchen verliert. Schließlich ist alles in der Umgebung so viel aufregender, je mehr man davon mitbekommt.


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